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Artikel zum Schlagwort "Umgewöhnung":


Umgewöhnungsphase 2/3

04 Okt

Es heißt, dass es etwa 1000 km Fahrpraxis auf einem Liegetrike braucht, um die zum Einsatz kommenden Muskelgruppen zu trainieren und schneller zu sein als auf einem normalen Fahrrad, siehe hier.

Von diesen 1000 km habe ich jetzt das zweite Drittel absolviert, eigentlich mit über 850 km sogar deutlich mehr. Zeit für ein weiteres Zwischenfazit, das aber diesmal wegen diverser Wehwehchen kürzer ausfällt:

Während meiner Nienburg-Tour 2010 Ende September habe ich für meine Verhältnisse akzeptable Ergebnisse erzielt, siehe hier. Seitdem habe ich aber relativ schwere Beine, was ich einerseits auf Überanstrengung zurückführe (450 gefahrene Kilometer vom 18. bis zum 25. September), andererseits auf die sukzessive kühler werdenden Außentemperaturen.

In letzter Zeit höre ich von Fußgängern manchmal ein leicht empörtes ”Langsamer!”, wenn ich auf dem
gemischten Weg für Fahrräder und Fußgänger unterwegs bin. Allerdings fahre ich auch nicht schneller als normale Zweiradfahrer. Einmal fuhr ich sogar im selben Tempo hinter einer Zweiradfahrerin her, die nichts zu hören bekam… Das Empfinden, schneller zu fahren als man tatsächlich fährt, scheinen also nicht nur die Fahrer, sondern auch alle anderen zu haben.

Nennenswerte weitere Erkenntnisse konnte ich seit dem ersten Artikel zur Umgewöhnungsphase aber nicht gewinnen. Ich werde auf jeden Fall, sobald sich die besagten Wehwehchen verflüchtigt haben, ein paar Vergleichsdaten zu denen im ersten Artikel nachreichen, spätestens im dritten Artikel.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Umgewöhnungsphase 1/3

15 Sep

Es heißt, dass es etwa 1000 km Fahrpraxis auf einem Liegetrike braucht, um die zum Einsatz kommenden Muskelgruppen zu trainieren und schneller zu sein als auf einem normalen Fahrrad, siehe hier.

Von diesen 1000 km habe ich jetzt das erste Drittel absolviert. Zeit für ein kleines Zwischenfazit am Beispiel meiner Fahrt zur Arbeit:

Bei den ersten drei Fahrten musste ich noch ohne Fahrrad-Computer auskommen, weswegen ich die Fahrzeiten nicht wirklich gut mit den bisherigen vergleichen konnte. Allerdings empfand ich die Fahrzeiten als sehr lang. Nachteilig wirkte sich auch eine unbedachte Verstellung des Sitzes aus, siehe hier.

Heute bin ich das erste Mal mit Fahrrad-Computer gefahren und bin eigentlich ganz zufrieden. Ich bin die
16,83 km auf dem Hinweg in 0:41:31 Stunden gefahren, also nur knapp über 40 Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 24,33 km/h. Auch die durchschnittliche Trittfrequenz war mit 68 UPM noch im grünen Bereich. Die Gesamtfahrzeit betrug 1:37:50 Stunden (Rückweg 0:56:19 Stunden) bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,67 km/h für insgesamt 33,71 km.

Da ich durch den regennassen Boden einen erhöhten Rollwiederstand hatte und mehrmals zum Schutze der Kleidung an schlammigeren Stellen abgebremst hatte, hoffe ich, dass ich an trockenen Tagen deutlich unter 40 Minuten liege. Das weitere Training wird sicher auch dazu beitragen.

Was ich jetzt schon als sehr angenehm empfinde: Ich strenge mich durch den um 30% geringeren Windwiderstand nicht mehr so an und komme daher auch weniger verschwitzt im Büro an. Dadurch dass der Körper keine Energie mehr zum Abstützen des Oberkörpers aufbringen muss, Rücken, Schultern, Arme und Hände werden ja entlastet, kann ich diese Energie zum Treten, also für den Antrieb einsetzen.

An die niedrige Sitzposition und die damit verbundene schlechtere Übersicht habe ich mich schnell gewöhnt. Zwar hat sogar meine vierjährige Tochter auf ihrem Kinderfahrrad eine größere Übersicht, aber wenn man vorausschauend fährt, geht es. An unübersichtlichen Stellen sollte man aber, auch wenn es manchmal wehtut, weil man vielleicht gerade eine schöne Geschwindigkeit erreicht hat, abbremsen, damit man im Extremfall rechtzeitig zum Stehen kommt.

An gaffende Passanten habe ich mich mittlerweile auch gewöhnt. Andere Radfahrer und Eltern mit Kindern sind mir am angenehmsten. Gerade Frauen strahlen mich oft an. Männliche Teenager dagegen, besonders in Gruppen, machen auf mich oft einen missgünstigen Eindruck und sind mir entsprechend lästig. Sprüche wie Boah ey, GEIL! oder Guck mal, Alter, da! kann ich langsam nicht mehr hören… ;-)

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes