Ich bin im Sommer 2010 sehr oft mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Oft habe ich den Rückweg genutzt, um neue Gegenden kennenzulernen oder den einen oder anderen Berg zu erklimmen.
So führte mich z.B. eine Tour auf den Bielstein (393 m ü. NN) mit dem Grundnetzsender Teutoburger Wald, umgangssprachlich Bielsteinsender. Den Hermannsberg (364 m ü. NN) und unseren Oerlinghauser Hausberg, den Tönsberg (333 m ü. NN) nahm ich im späteren Verlauf auch gleich mit.
Eine weitere Tour führte mich über Heiligenkirchen und Berlebeck, vorbei an Vogelpark und Adlerwarte, die Gauseköte hinauf Richtung Oesterholz-Haustenbeck, wo ich auf den Truppenübungsplatz Senne fuhr, dessen Hauptstraßen an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten für die Zivilbevölkerung freigegeben sind. Informationen zu den Sperrzeiten finden Sie auf der offiziellen Webseite der Stadt Augustdorf. Die Landschaft auf dem Platz ist, abgesehen von den kaum befahrenen Straßen, die hindurchführen, absolut ursprünglich. Man fühlt sich zwangsläufig ein paar hundert Jahre zurückversetzt. Wenn man Glück hat, sieht man z.B. Rehe, Hirsche, Hasen oder auch Wildschweine. Auf der L942 Richtung Augustdorf, die mitten über den Platz führt und fast nur aus Kopfsteinplaster besteht, fährt man am ehemaligen Haustenbeck, heute eine Geisterstadt, vorbei, die ab 1937 der Erweiterung des Platzes zum Opfer fiel. Zwischen Augustdorf und Oerlinghausen bin ich dann quer durch die Senne gefahren, die dort über ein sehr verzweigtes Wegenetz verfügt. Mich am Stand der Sonne orientierend kam ich irgendwann wieder in vertrautes Terrain: den Segelflugplatz Oerlinghausen.
Eine weitere Tour führte mich vorbei an dem Donoper Teich und hinauf auf den Großen Ehberg (340 m ü. NN), ehe es durch die Stapelager Schlucht wieder nach Oerlinghausen ging.