Unter Traktion versteht man die Fähigkeit eines Fahrzeugs, vorhandene Antriebsleistung in Vortriebskraft umzusetzen, siehe auch hier.
Auf festen Untergründen wie Radwegen oder Straßen konnte ich bislang keinen Unterschied zwischen meinem Liegetrike und einem Upright, also einem normalen Fahrrad, feststellen. Als ich jedoch einmal mit dem Liegetrike auf einem ansteigenden Schotterweg fuhr, war das Vorankommen etwas schwieriger. Immer wieder drehte das hintere Antriebsrad auf dem losen Untergrund leicht durch und wirbelte kleine Steine hoch. Mit dem Upright hatte ich an dieser Stelle nie Probleme. Ich fahre übrigens mit Big Apple 50 mm Bereifung und Elastomer-Hinterradfederung.
Hauptgrund dürfte das im Vergleich zum Upright wohl generell geringere Gewicht sein, das auf dem Hinterrad lastet. Dass ich weder Gepäckträger noch Gepäck dabei hatte, machte es nicht besser. Mit einem vollgepackten Gepäckträger, grobprofiligeren Reifen und einem ungefederten Hinterrad wäre das Traktions-
verhalten sicherlich besser, könnte aber wohl immer noch nicht mit dem eines Uprights mithalten.
Fairerweise möchte ich aber erwähnen, dass das Haupteinsatzgebiet des ICE Sprint die Straße und nicht die Natur ist. Ich konnte sogar einmal eine stark ansteigende, trockene Kopfsteinplasterstraße problemlos hochfahren. Ein Hinweis für Ortskundige: Es war die Straße Auf dem Berge in Oerlinghausen, die zum Kamm des Tönsberges führt.
Mittlerweile ist es Ende November und stundenlange Schneefälle haben heute Ostwestfalen-Lippe in ein Winterwunderland verwandelt. Den Oerlinghauser Berg kam ich heute trotz 3-4 cm Neuschnees verhältnismäßig gut hoch. Nur an drei Stellen musste ich kurz absteigen und schieben. Bei -2 bis -3 Grad ist mir der Bowdenzug der Nabenschaltung übrigens schon nach 4 km eingefroren und ich konnte nur noch im schweren Gang fahren, was aber selbst bergauf kein großesProblem war.