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Archiv für die "Auf zwei Rädern"-Kategorie


Fahrradwoche 2010

05 Aug

Von Montag, dem 26. Juli bis Freitag, dem 30. Juli 2010 habe ich mir selbst eine Fahhradwoche auferlegt,
d.h., ich bin an allen fünf Werktagen mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Bereits zwei Wochen zuvor hatte ich an vier Tagen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit benutzt, am Mittwoch aber zur Erholung pausiert.

Die gut 16 km lange Strecke ist auf dem Hinweg charakterisiert durch mehr oder weniger starke Gefälle. Besonders wenn man Oerlinghausen (214 m ü. NN) in nordöstlicher Richtung auf der Detmolder Straße verlässt, kann man locker Geschwindigkeiten um 50 km/h erreichen. Die erste kleinere Steigung begegnet einem in Wellentrup. Auf dem Hellweg ist das Fahren auf meist ebener Strecke dann wieder angenehmer.
An der großen Kreuzung L945 – L758 geht es noch ein Stück weiter geradeaus den Berg hoch, ehe man links in die Straße Am Eichenkrug einbiegt und sofort rechts in die Albert-Schweitzer-Straße. Ab der Stoddartstraße wird sie zum Birkendamm, den man dann bis Heidenoldendorf befahren kann. Der Birkendamm ist eine frühere Straßenbahntrasse, auf der bis 1954 noch die Detmolder Straßenbahn fuhr.
Heute ist er ein kombinierter Fahrrad- und Fußgängerweg durch eine landschaftlich reizvolle Landschaft.
In Heidenoldendorf angekommen fährt man schließlich auf ebener Strecke die L758 weiter bis ins Detmolder Zentrum. Detmold (134 m ü. NN) liegt durchschnittlich 80 m tiefer als Oerlinghausen.

Die ersten 3 Tage konnte ich einen Tagesdurchschnitt von 90 Minuten halten, was ich aber am 4. Tag aufgab, weil der Rückweg bergauf zu strapaziös war. Insgesamt habe ich für die rund 165 km knappe 8 Stunden benötigt, was gerade mal einem normalen Arbeitstag entspricht.

Fazit: Insgesamt war es anstrengend, aber auch sehr schön. Besonders wenn man dann abends unter der Dusche steht oder auf dem Balkon sitzt… Wenn man die knapp 8 Stunden Fahrzeit in Relation zu den 168 (!) Stunden einer Woche setzt, kommt es einem auch gleich nicht mehr so lang vor.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Auf zwei Rädern

 

Ausgewählte Touren 2010

04 Aug

Ich bin im Sommer 2010 sehr oft mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Oft habe ich den Rückweg genutzt, um neue Gegenden kennenzulernen oder den einen oder anderen Berg zu erklimmen.

So führte mich z.B. eine Tour auf den Bielstein (393 m ü. NN) mit dem Grundnetzsender Teutoburger Wald, umgangssprachlich Bielsteinsender. Den Hermannsberg (364 m ü. NN) und unseren Oerlinghauser Hausberg, den Tönsberg (333 m ü. NN) nahm ich im späteren Verlauf auch gleich mit.

Eine weitere Tour führte mich über Heiligenkirchen und Berlebeck, vorbei an Vogelpark und Adlerwarte, die Gauseköte hinauf Richtung Oesterholz-Haustenbeck, wo ich auf den Truppenübungsplatz Senne fuhr, dessen Hauptstraßen an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten für die Zivilbevölkerung freigegeben sind. Informationen zu den Sperrzeiten finden Sie auf der offiziellen Webseite der Stadt Augustdorf. Die Landschaft auf dem Platz ist, abgesehen von den kaum befahrenen Straßen, die hindurchführen, absolut ursprünglich. Man fühlt sich zwangsläufig ein paar hundert Jahre zurückversetzt. Wenn man Glück hat, sieht man z.B. Rehe, Hirsche, Hasen oder auch Wildschweine. Auf der L942 Richtung Augustdorf, die mitten über den Platz führt und fast nur aus Kopfsteinplaster besteht, fährt man am ehemaligen Haustenbeck, heute eine Geisterstadt, vorbei, die ab 1937 der Erweiterung des Platzes zum Opfer fiel. Zwischen Augustdorf und Oerlinghausen bin ich dann quer durch die Senne gefahren, die dort über ein sehr verzweigtes Wegenetz verfügt. Mich am Stand der Sonne orientierend kam ich irgendwann wieder in vertrautes Terrain: den Segelflugplatz Oerlinghausen.

Eine weitere Tour führte mich vorbei an dem Donoper Teich und hinauf auf den Großen Ehberg (340 m ü. NN), ehe es durch die Stapelager Schlucht wieder nach Oerlinghausen ging.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Auf zwei Rädern

 

Tour durch OWL 2010

04 Aug

Am frühen Morgen des 21. Mai 2010, einem Freitag, fuhr ich zuerst von Oerlinghausen über Lage nach Detmold zu meiner Arbeit. Nach einem kurzen Arbeitstag fuhr ich dann in südlicher Richtung nach Heiligenkirchen, wo ich mich noch mit Proviant eindeckte. Weiter ging es über die L828 bis Holzhausen-Externsteine. Dort fuhr ich über den Bärenstein (318 m) zu den Externsteinen.

Nach einem kurzen Aufenthalt fuhr ich in südwestlicher Richtung in den Wald hinein, das grobe Ziel war Schlangen und die Vermeidung der berüchtigten Gauseköte. Leider war die Beschilderung auf einer Gabelung auf dem Kleinen Rigi (388 m) so schlecht, dass ich nach einer abenteuerlichen Abfahrt direkt am Fuße der Gauseköte ankam, leider auf der falschen Seite…

Ich begann nun damit, die Gauseköte hochzufahren. Ein erster Versuch einige Wochen zuvor, die Gauseköte ohne Absteigen zu erklimmen, war gescheitert, da ich sowohl die Strecke als auch die Entfernung bis zur Spitze nicht kannte. Letztendlich habe ich es ziemlich ausgepumpt geschafft und mir fest vorgenommen, es nicht noch einmal zu machen. Oben angekommen, machte ich eine kurze Pause, bevor es Richtung Schlangen bergab ging.

Bin ich beim ersten Mal noch mit über 63 km/h den Berg hinunter gesaust, ließ ich es nun langsamer angehen: Ich ließ das Rad einfach rollen ohne zu treten und kam so fast 5 Kilometer weit! Erst kurz vor Schlangen kam das Rad wieder zum Stehen.

Über Schlangen fuhr ich dann nach Bad Lippspringe, wo ich beinahe versehentlich auf die B1 gefahren wäre. Nach einer Fahrt durch den dortigen Kurwald kam ich aber schließlich zur Alten Bielefelder Poststraße, die mitten über den riesigen Truppenübungsplatz Senne führt und in dem kleinen Örtchen Staumühle endet.

Von dort bin ich ohne Umwege, weil mir die Beine immer mehr wehtaten, über Stukenbrock zurück nach Oerlinghausen gefahren.

Fazit: Diese 77 km lange Tour war die mit Abstand längste, aber im Nachhinein auch schönste Tour, die ich im Jahr 2010 gemacht habe. Sie dauerte insgesamt etwa fünfeinhalb Stunden.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Auf zwei Rädern

 

Nienburg-Tour 2009

04 Aug

Wenn ich an das Jahr 2009 denke, fällt mir in sportlicher Hinsicht besonders schnell meine Tour nach Nienburg/Weser, im Folgenden nur Nienburg genannt, ein.

Da ich einige Verwandte in Nienburg habe, kannte ich die Strecke schon sehr gut. Sie anstatt mit dem Auto mit dem Fahrrad zu fahren, hat für mich den Hauptreiz ausgemacht und war Motivation genug, die Planungen für diese Tour voranzutreiben. Ausgerüstet mit reichlich Proviant, mehreren Seiten Wegbeschreibung und einem Straßenatlas bin ich an einem Samstag zwischen 8:00 und 9:00 Uhr losgefahren. Da meine bis dato längste auf einem Fahrrad zurückgelegte Strecke 40 km betrug, war ich höchst unsicher, diese knapp 100 km lange Tour zu schaffen. Notfalls hätten meine Frau und meine Tochter mich eben auflesen müssen.

Der erste Tourabschnitt führte mich von Oerlinghausen über Leopoldshöhe nach Bad Salzuflen. Über die mir vorher gänzlich unbekannten Orte Wüsten und Hollwiesen fuhr ich weiter nach Vlotho. Unbekannt deshalb, weil ich mit dem Auto stets über die A2 bis Porta Westfalica und danach über die B482 gefahren war. Beide sind vernünftigerweise für Fahrradfahrer gesperrt…

In Vlotho sah ich dann das erste Mal die Weser auf dem Sattel eines Fahrrads. Dieses Erlebnis wiederholte sich noch einmal mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal, als ich in Porta Westfalica ankam. Ich hatte bis dahin etwa die Hälfte der Strecke zurückgelegt. Das bis dahin recht bergige Terrain wich nun nach und nach dem Norddeutschen Tiefland, das leichter zu befahren war.

Über Meißen, Dankersen und Frille ging es nach Lahde. Besonders ist mir in Dankersen die Unterquerung des Mittellandkanals durch einen langen, schmalen und niedrigen Tunnel in bleibender Erinnerung geblieben. In Lahde angekommen, begann mich mein rechtes Knie zu beunruhigen, so dass ich kurz überlegte, mit dem Zug weiterzufahren, was ich aber ließ.

Nachdem ich durch Gorspen-Vahlsen, Ilserheide, Ilse und Gehlhäuser gefahren war, konnte ich endlich wieder ein kleines Stück an der mir vertrauten B482 entlangfahren. Schnell ging es aber wieder in unbekanntes Terrain, als ich durch Elmenhorst, Borg und Ilveser Holz nach Heimsen fuhr, wo ich wieder auf die Weser traf, neben der ich nun eine Weile lang her fahren konnte.

Als ich danach in Wasserstraße ankam, atmete ich erleichtert auf, denn von da an konnte ich auf dem mir bekannten Weg fahren, sprich auf der B482 und wenig später auf der B215. Ich hatte bis dahin mehr als Dreiviertel der Strecke geschafft und die Beine schmerzten mehr und mehr.

Über Leese, Landesbergen, Estorf und Leeseringen bin ich schließlich am frühen Nachmittag in Nienburg angekommen. Meine Beine taten mir so weh, dass Hinsetzen und Aufstehen nur mit allergrößter Mühe und unter dem Ertragen empfindlicher Schmerzen möglich war…

Am nächsten Tag, der Muskelkater war schon wieder erträglicher, wurde ich von meiner Frau und meiner Tochter abgeholt. Das war so geplant, denn zweimal in zwei Tagen wollte ich diese Tour nicht machen.

Fazit: Auch wenn es immens anstrengend war, kann ich es nur jedem empfehlen, der belastbar genug ist. Ehemals als lang bewertete Strecken kommen einem in Relation betrachtet nachhaltig viel kürzer vor und man reift auch durch solche an die Belastungsgrenze gehende Touren ungemein.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Auf zwei Rädern