Albert Einstein hat einmal gesagt: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Wenn ich über das eine oder andere Verhalten vieler Menschen so nachdenke, muss ich ihm leider Recht geben. Beispiele gefällig?
Kneipen und Diskotheken
Viele, vor allem jüngere Menschen, gehen am Wochenende in Kneipen und Diskotheken, um dort Spaß zu haben. Sie nehmen dafür z.B. in Kauf, dass ihr Gehör nachhaltig geschädigt wird oder dass sie verqualmte und sauerstoffarme Luft einatmen, die zu langsameren Denken und Lungenkrebs durch Passivrauchen führen kann. Sie trinken dort völlig überteuerte Getränke, die sie so auch für einen Bruchteil des Geldes im Supermarkt hätten kaufen können. Sie nehmen auch in Kauf, dass sie durch Alkoholkonsum die Kontrolle über sich verlieren könnten und das mit jedem Schluck Alkohol unwiderruflich Gehirnzellen absterben. Im schlimmsten Fall geraten sie an Drogendealer und werden nicht nur alkoholsüchtig und nikotinsüchtig sondern auch drogensüchtig. Unter Alkoholeinfluss fällt es Jugendlichen, die ohnehin leicht beeinflussbar sind, nämlich erst recht schwer, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden. Das alles nehmen sie in Kauf, um Spaß zu haben. Spaß dürften aber vor allem die Diskotheken- und Kneipenbesitzer haben, wenn sie am Wochenbeginn ihre Einnahmen zählen.
Moderne Kommunikation
Viele, vor allem jüngere Menschen, verbringen oder besser vergeuden jeden Tag aufs Neue sehr viel Zeit mit dem Tippen von Textnachrichten, statt ihre so genannten Mitmenschen direkt zu treffen. Facebook z.B. macht es möglich, so genannte Freunde auf der ganzen Welt zu haben, auch wenn man diese nie treffen oder ihnen die Hand schütteln wird. Soziales Netzwerk nennt sich das und es führt dazu, dass viele Menschen erst recht vereinsamen, nämlich vor ihrem Bildschirm. So ein soziales Netzwerk wird niemals eine reale Umarmung oder einen Kuss ersetzen können. Auch auf Gestik, Mimik und die Stimme des Gegenübers muss man i.d.R. verzichten. Das wird alles aus reiner Trägheit oder weil es ja alle machen in Kauf genommen. Man sollte sich die Frage stellen, was am Ende überhaupt noch bleibt. Dass auf diese Weise auch noch eine gefährliche Abhängigkeit, z.B. vom Strom und natürlich auch zur technischen Infrastruktur entsteht, sehen viele nicht.
Technische Hilfsmittel
Immer häufiger wird dem modernen Menschen das Denken durch Maschinen abgenommen. Auf diese Weise verlernt er aber wichtige Dinge wie z.B. das Kartenlesen. Auch der Orientierungssinn leidet, wenn man nie selbst gefordert wird, weil man sich immer auf sein Navi verlässt. Ein anderes Beispiel ist das Telefon. Wer merkt sich denn heute noch Telefonnummern, wo sie doch jeder Idiot in das Telefonbuch seines Handys speichern kann? Gerade das Internet und dort speziell Suchdienste wie Google oder Enzyklopädien wie Wikipedia sorgen dafür, dass das menschliche Wissen immer mehr aus dem Gehirn ausgelagert wird. Der Mensch muss immer weniger selbst speichern und ist hochgradig abhängig von der Technik. Ich selbst finde diese Entwicklung sehr bedenklich um nicht zu sagen fatal. Eine Folge könnte sein, dass der Mensch den schnellen Zugriff auf sein eigenes Gedächtnis immer mehr verlernt.
Maßloser Medienkonsum
Ich sehe immer öfter junge Menschen, die ihr Gehirn auf Sparflamme laufen lassen, indem sie sich, z.B. auf dem Schulweg, permanent von ihrer Lieblingsmusik berieseln lassen. Konzentriertes Denken fällt bei lauter Musik nicht leicht, ist aber wohl auch gar nicht gewünscht. Bekommt man bei dem richtigen Radiosender wenigstens noch hin und wieder die Nachrichten und somit ein wenig aktuelles Zeitgeschehen mit, bringt einem der pure Musikgenuss gar nichts. Besonders grotesk ist der Umstand, dass viele die englischsprachigen Texte nicht einmal verstehen. Gerade das Gedächtnis junger Menschen ist noch so aufnahmefähig, dass mir die Tränen ins Gesicht schießen, wenn ich mitansehen oder mitanhören muss, womit es zugemüllt wird.
