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Archiv für die "Liegetrikes"-Kategorie


Geschützt: Unser Hauskauf 2011 – Teil 2

15 Sep

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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Geschützt: Unser Hauskauf 2011 – Teil 1

15 Sep

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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Geschützt: Ein ganz anderes Wochenende

22 Aug

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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Aggressiv angehupt

22 Aug

Zum ersten Mal überhaupt ist es mir heute passiert, dass ich von einer Autofahrerin aggressiv angehupt wurde.

Wie schon um die 70 Mal in diesem Jahr bin ich auch heute wieder die Detmolder Straße in Oerlinghausen nach Oerlinghausen-Helpup runtergefahren. Das geht aufgrund meiner Geschwindigkeit von 40-55 km/h recht schnell, weswegen ich meistens nur von 2-3 Autos, manchmal auch von gar keinem Auto überholt werde.

Diese Autofahrerin heute, nennen wir sie mal A. G., hat mich lang anhaltend und verbotenerweise, da innerorts und ohne Not, angehupt und damit billigend in Kauf genommen, dass ich vor Schreck den Lenker verreiße und mich bei einem möglichen Sturz schwer verletze.

Eine Radwegbenutzungspflicht besteht übrigens nur dann, wenn ein entsprechendes rundes blaues Schild aufgestellt UND der Radweg zumutbar ist. Da auf diesem Radweg bereits an mehreren Stellen Baumwurzeln den Asphalt hochgedrückt haben, ist er insbesondere einem Liegetrike-Fahrer nicht mehr zuzumuten.

Hier noch zwei interessante Links zur aktuellen Rechtslage:

Daraus geht hervor, dass ein Fahrbahnverbot für Radfahrer bzw. eine Radwegbenutzungspflicht die Ausnahme sein muss und nur bei erhöhter Gefährdung ausgesprochen werden darf. Viele dieser runden blauen Schilder im Kreis Lippe stehen dort also im Grunde widerrechtlich.

Ich habe mich heute morgen jedenfalls sehr über dieses rücksichtslose Verhalten geärgert und erwäge ernsthaft, im Wiederholungsfall Anzeige wegen Verkehrsgefährdung zu stellen. Das muss sich wirklich kein Radfahrer bieten lassen, auch nicht an einem Montagmorgen.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Über Duelle und Quasi-Rennen

17 Aug

In den letzten vier Tagen habe ich diverse Erfahrungen mit anderen Radfahrern gemacht, doch der Reihe nach:

Der normale Zweiradfahrer

Am 12. August kam mir aus Lage-Billinghausen ein unscheinbarer Zweiradfahrer mit einem ebenso unscheinbaren Fahrrad entgegen, der den gleichen Weg hatte wie ich. Anfangs ließ er mich auf dem schmalen Radweg passieren, überholte mich aber ab Detmold-Pivitsheide. Wir lieferten uns ein fulminantes, rasantes Quasi-Rennen, bei dem wir beide je einmal in eine gefährliche Situation gerieten. Zuerst hätte mich in Pivitsheide beinahe ein Auto gerammt, dass vom Combi-Parkplatz auf die Straße fahren wollte und dessen FahrerIn mich offenbar nicht sah. Als ich schon gezwungen war, mit dem rechten Vorderrad auf die Straße zu fahren, bremste es endlich ab… Der Zweiradfahrer, der ohne Helm fuhr, musste auf der nassen Albert-Schweitzer-Str. eine Vollbremsung hinlegen, als an einer Kreuzung ein Auto von links kam, das ihm aber auch Vorfahrt gewährt hätte. Auf der Bielefelder Straße hatte ich kurz vor dem Detmolder Zentrum die Gelegenheit gehabt, an ihm vorbeizuziehen, habe es aber gelassen. Spaß gemacht hat es trotzdem.

Der Velomobilfahrer

Am 16. August gab es gleich zwei berichtenswerte Ereignisse. Auf der Hinfahrt überholte mich in Wellentrup ein Velomobilfahrer mit seiner schon älteren Leitra, den ich in der Vorwoche bereits kennengelernt hatte. Obwohl ich eigentlich auf Regeneration fahren wollte, entschied ich mich dazu auszutesten, ob und wie lange ich mit ihm mithalten konnte. Schnell stellte ich fest, dass ich in scharfen Kurven wegen der niedrigeren Sitzhöhe gegenüber dem Leitra-Fahrer im Vorteil war und Zeit gutmachen konnte. Ebenso verhielt es sich bei Steigungen, da die Leitra wohl doch schwerer ist als mein ICE Sprint. Insgesamt klebte ich über die ganze Distanz wie eine Klette an ihm und selbst auf einer ebenen bzw. abschüssigen Hauptstraße konnte er mich nicht abschütteln, was ihn scheinbar etwas irritiert hat… An ein Überholmanöver war trotzdem nicht zu denken, da die Entfaltung meiner SRAM Dual Drive II Premium 3 x 8 noch höhere Geschwindigkeiten einfach nicht mehr zulässt.
Ab 40 km/h wird die Trittfrequenz auch im schwersten Gang zu hoch.

Die Rennradfahrer

Auf der Rückfahrt fuhr ich gemütlich und entspannt auf dem linksläufigen Fahrradweg durch Lage-Stapelage, als mich nacheinander je zwei Rennradfahrer, die auf der Straße fuhren, überholten. Es war eine Vierergruppe, die aus zwei erwachsenen Männern, einer erwachsenen Frau und einem Jungen bestand, der vielleicht 12 oder 13 Jahre alt war. Die Vier haben nicht schlecht gestaunt, als ich sie beim ersten steilen Anstieg zwischen Stapelage und Oerlinghausen-Währentrup überholt habe, wohlgemerkt bergauf. Ihr “Anführer” unterstellte mir sogleich, doch irgendwie motorisiert zu sein und schob es danach auf die geringere Windangriffsfläche. Dass ich mit drei Rädern fuhr und mein Liegetrike mindestens doppelt so schwer war wie deren Räder, fand keine Erwähnung. Im Verlauf des zweiten steilen Anstiegs konnten sie mich wieder überholen und bei der rasanten Abfahrt hinein nach Währentrup konnte ich mit 56,74 km/h Spitze noch einmal an zweien von ihnen vorbeiziehen. Danach machten sie eine kurze Pause. Auf der langgezogenen, leicht aber stetig ansteigenden Oetenhauser Straße sind dann nach und nach wieder alle an mir vorbeigezogen. Nach den kräftezehrenden Überholmanövern war ich aber auch am Ende meiner Leistungsfähigkeit angelangt…

Fazit:

Das Duell mit dem Zweiradfahrer war am spannendsten, aber auch am gefährlichsten. Die Zeitfahrt mit dem Leitra-Fahrer war ungleich harmloser, dafür entspannter. Das Duell mit den Rennradfahrern war eigentlich keines. Da sollte man sich nichts vormachen. Realistisch betrachtet hat man gegen einen erwachsenen, gleich gut trainierten Rennradfahrer auf lange Distanz keine echte Chance mit einem unverkleideten Liegedreirad.
Der geringere Windwiderstand macht die drei Räder und das höhere Gewicht sowie den nicht möglichen Wiegetritt bergauf beileibe nicht wett…

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Fußgänger mit blockiertem Gehörsinn

04 Jul

Immer wieder ärgere ich mich über Fußgänger, die auf gemeinsamen Fuß- und Radwegen in die gleiche Richtung wollen wie ich, mich infolgedessen nicht sehen und auf mein Klingeln nicht reagieren…

Das Problem ist, dass sich vor allem viele junge Menschen von oftmals viel zu lauter Musik berieseln lassen und damit ihren Gehörsinn für Außengeräusche blockieren.

Bereits zu Beginn meiner Lippe-Tour 2011 wäre ich zwischen Oerlinghausen und Stukenbrock beinahe in einen weiblichen Teenager gefahren, der gerade aus dem Bus stieg und der auf mein energisches Klingeln nicht reagiert hat. Zu seiner eigenen Sicherheit sollte er sich beim Aussteigen wenigstens einmal kurz umgucken, bevor er quer über den auch für Radfahrer freigegebenen Weg geht…

Ein weiterer Fall: Vorigen Freitag fuhr ich einen gemeinsamen Fuß- und Radweg in Helpup hoch. Ein durch Abbremsen bedingter Geschwindigkeitsverlust bergauf ist immer ärgerlich, da man zusätzliche Energie aufbringen muss, um das vorige Geschwindigkeitsniveau wieder zu erreichen. Daher habe ich mich sehr geärgert, dass vor mir wieder ein weiblicher Teenager auftauchte, der auf mein Klingeln nicht reagierte und zudem noch mitten (!) auf dem Weg ging. Wenn sich ein Fußgänger schon dazu entschließt, Musik zu hören, durch die er ein Klingeln oder Hupen nicht mehr hört, sollte er zumindest auf der linken oder rechten Seite gehen. Mitten auf dem Weg zu gehen, ist im höchsten Maße gefährlich und rücksichtslos. Beide Teenager haben sich sehr erschreckt, zeigten sich aber auch einsichtig und haben sich entschuldigt.

Tipps für Radfahrer im Umgang mit Fußgängern allgemein:

  • Bloß nicht damit rechnen, gehört zu werden!
  • Bei Teenagern zwangsläufig mit Ignoranz durch Musikgenuss rechnen!

Tipps für Radfahrer im Umgang mit Fußgängern, die für ihre Umwelt taub sind:

  • Bei Konflikten ruhig, besonnen und konstruktiv bleiben!
  • Unbedingt auf die Gefährlichkeit hinweisen!

Natürlich gibt es auch viele Radfahrer, die über Kopfhörer oder Ohrstöpsel Musik hören, obwohl das für Diese sogar verboten ist. Allerdings kommt es deutlich seltener vor, dass ich mich über reaktionslose Radfahrer ärgern muss, auch wenn ich die meisten Zweiradfahrer irgendwann überhole. Ich persönlich wäre für ein generelles Verbot, also auch für Fußgänger, die am Verkehr teilnehmen.

Ich fahre selbst oft mit Musik, aber aus einer Lautsprecher-Tasche, deren Lautsprecher nicht allzu laut wird.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Gesellschaftskritik, Liegetrikes, Radfahren allgemein

 

Tour in den Harz 2011

26 Jun
  • Entfernung: ca. 147 km
  • Streckenverlauf grob: Oerlinghausen – Detmold – Horn-Bad Meinberg – Steinheim – Marienmünster – Höxter – Holzminden – Deensen – Heinade – Dassel – Einbeck – Northeim – Katlenburg-Lindau – Osterode am Harz
  • Streckenverlauf präzise: Oerlinghausen – Oerlinghausen-Helpup – Detmold-Pivitsheide V. L. – Detmold-Pivitsheide V. H. – Detmold-Heidenoldendorf – Detmold-Süd – Detmold-Spork-Eichholz – Detmold-Remighausen – Detmold-Schönemark – Horn-Bad Meinberg-Wilberg – Horn-Bad Meinberg-Bad Meinberg – Horn-Bad Meinberg-Vahlhausen – Horn-Bad Meinberg-Billerbeck – Steinheim – Marienmünster – Marienmünster-Vörden – Marienmünster-Hohehaus – Höxter-Fürstenau – Höxter-Bödexen – Höxter-Albaxen – Holzminden – Deensen-Schießhaus – Heinade-Hellental – Heinade-Merxhausen – Dassel-Mackensen – Dassel – Dassel-Eilensen – Dassel-Markoldendorf – Einbeck – Einbeck-Salzderhelden – Einbeck-Vogelbeck – Northeim-Hohnstedt – Northeim-Edesheim – Northeim-Wiebrechtshausen – Northeim-Langenholtensen – Northeim – Northeim-Hammenstedt – Katlenburg-Lindau – Osterode am Harz-Dorste – Osterode am Harz
  • Datum: 19.06.2011
  • Zeitraum: ca. 06:00 – 16:00 Uhr
  • Wetter: meist stark bewölkt mit anfänglich leichtem bis später starkem Regen
  • Temperatur: kühl
  • reine Fahrzeit: ca. 08:30 h
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: ca. 17,50 km/h
  • Trittfrequenz: ca. 60 UPM

Um 6:00 Uhr in der Früh ging es auf dem Liegetrike los, den miserablen Wetteraussichten zum Trotz. Ausgestattet war ich mit fünf Protein-Riegeln verschiedener Sorten und Hersteller, einem Liter Cherry Coke und anderthalb Litern Apfelschorle. Gegen das schlechte Wetter hatte ich eine Regenjacke, eine Regenhose und für ganz schlimme Schauer auch einen Regenschirm dabei. Für den Fall einer Panne hatte ich diverse Imbusschlüssel, einen Ersatzschlauch sowie Flickzeug und Handluftpumpe dabei.

Der erste Regen fiel schon in Detmold und zwang mich, die Regenhose anzuziehen, die ich nur noch einmal zwischen Detmold und Bad Meinberg auszog und danach für den Rest der Strecke anbehielt. Es ging weiter durch Bad Meinberg und erst als ich aus Steinheim, wo ich lange ziellos herumgeirrt war, rausfuhr, hörte der Regen auf und das Wetter wurde freundlicher. Bei der Abtei Marienmünster aß ich einen ersten Protein-Riegel. Zuvor hatte ich immer wieder mal einen Schluck von der Cola getrunken, die als erstes leer war.

Als ich aus Marienmünster-Vörden herausfuhr, kam zum ersten Mal die Sonne raus und der in jeder Hinsicht schönste Abschnitt der Fahrt begann. Die Abfahrten durch Fürstenau und besonders durch Bödexen sind allererste Sahne! Auch der fantastische Radweg rechts neben der L823 zwischen Bödexen und Albaxen ist es wert, befahren zu werden! Der Radweg ist dort in viel besserem Zustand als die Straße! In Albaxen fuhr ich an der Trutzburg Tonenburg vorbei auf den Weserradweg, den ich bis zur ersten Brücke in Holzminden befuhr.

Hinauf ins Gebirge

Nach ein paar kleineren Pausen in Holzminden (in der zweiten Pause hatte ich mir eine Käsestange gekauft, die ich zu zwei Dritteln aufaß) ging es weiter durch den Solling. Das war der mit Abstand schlimmste Abschnitt der Fahrt. Im Irrglauben, es handele sich bei der Alten Einbecker Straße tatsächlich um eine Straße, fuhr ich guten Mutes los. Am Rande des Sollings angekommen, musste ich aber feststellen, dass es nicht mehr als eine Schotterpiste mit zahllosen spitzen Steinen war, über die ich mit meinen Durano-Rennreifen rüber musste! Während der rund 10 km langen Strecke ging es fast immer nur bergauf, mir kam bis Heinade-Hellental kein einziger Mensch entgegen und in der zweiten Hälfte gab es einen kurzen Regenschauer. Nie wieder!

Der Weg hinunter nach Heinade-Hellental war so dermaßen steil, dass an eine rasante Abfahrt nicht zu denken war. Immerhin ging es jetzt aber wieder auf einer ganz normalen Straße weiter. Bis Einbeck-Salzderhelden verlief die Fahrt unspektakulär bei trockenem Wetter. Im Zentrum von Einbeck machte ich eine kurze Pause, wo ich meinen zweiten und letzten Protein-Riegel aß. In Einbeck-Salzderhelden befuhr ich dann wieder einen umkomfortablen, grasbewachsenen Dammweg seitlich des Hochwasserrückhaltebeckens. Erst in Einbeck-Vogelbeck, durch das ich unnötigerweise fuhr, ging es auf Straßen weiter.

Zwischen Northeim-Hohnstedt und Northeim-Edesheim setzte starker Regen ein, der mich für den Rest der Fahrt begleiten sollte. Genervt vom Wetter und erschöpft von der schon recht langen Fahrt, hatte ich keine Lust mehr, ständig auf die Karte und auf meine ViaMichelin-Ausdrucke zu gucken, um das nächste Dörflein zu finden, dass der ViaMichelin-Routenplaner vorgeschlagen hatte. Fortan fuhr ich nur noch stur in Richtung Northeim und von da in Richtung Osterode am Harz. Die Knie begannen mir ab Northeim spürbar weh zu tun.

Begegnung mit der Familie

Zwischen Northeim und Northeim-Hammenstedt überholte mich meine Frau mit den zwei Kindern, die gegen 11:30 Uhr gestartet waren. Heilfroh und überglücklich fielen wir uns in die Arme. Im trockenen Auto konnte ich mich etwas aufwärmen, habe viel getrunken und einige Schnittchen gegessen. Nach einer knappen halben Stunde hieß es dann erst mal wieder Abschied nehmen. Die Strecke zwischen Osterode am Harz-Dorste und Osterode am Harz ist mir negativ in Erinnerung geblieben. Wenn man auf einer kurvigen, nassen Straße bei starken Regen unterwegs ist und man im Rückspiegel die Autos mit Tempo 100 angeschossen kommen sieht, betet man zu Gott, dass deren Fahrer einen auch sehen!

Endlich in Osterode am Harz angekommen, suchte ich Schutz auf einem Parkplatz unter einer Brücke, studierte mein Kartenmaterial und trank noch etwas. Als ich das Ortausgangsschild von Osterode am Harz schon fast sah, wurde ich auf eine Radweg-Beschilderung nach Herzberg am Harz, was mein nächstes Ziel war, aufmerksam. Auf eine Alternative zur gefährlichen, kurvenreichen Straße hoffend, schaute ich mir den Weg an, wurde aber enttäuscht. Es war ein vom Regen total aufgeweichter Waldweg in schlechtem Zustand.

Ein Platten kurz vor dem Ziel

Beim Versuch, den Weg rückwärts und ohne abzusteigen wieder hochzukommen, habe ich mir einen platten Reifen am Hinterrad eingehandelt. Damit war die Tour vorbei. Ich hätte bei strömendem Regen das Schutzblech abbauen, den Mantel abziehen, das Loch finden, es flicken, den Mantel wieder draufziehen, das Schutzblech wieder anbauen und den Schlauch aufpumpen müssen. Da zog ich es vor, meine Frau, die zwischenzeitlich schon in Bad Lauterberg angekommen war und das Auto entladen hatte, anzurufen und um Hilfe zu bitten. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der mein Körper gefährlich auskühlte, kam sie an. Ich faltete das Rad und packte es in den Kofferraum. Die letzten 25 km erlebte ich dann als Beifahrer im warmen Auto…

Trotz dieser Mammut-Tour taten mir die Knie nur etwa 20 Stunden lang weh. Muskel- oder Rückenschmerzen stellten sich gar nicht ein, zum Glück auch keine Erkältung. Hier zeigt sich wirklich der enorme Vorteil der entspannten Sitzposition gegenüber dem normalen Zweirad! Am Abend des nächsten Tages konnte ich bereits wieder komplett schmerzfrei wandern gehen.

Fazit:

Eine schöne, herausfordernde Tour, die aber mit 147 km (ca. 172 km bis Bad Lauterberg) etwas zu lang war (120 km hätten auch gereicht) und die bei besserem Wetter und besserem Kartenmaterial noch mehr Spaß gemacht hätte. Durch den Solling würde ich nicht noch einmal fahren, zumindest nicht mit Rennreifen.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Auf drei Rädern, Liegetrikes

 

Lippe-Tour 2011

14 Jun

Als Vorbereitung und Generalprobe für meine geplante Harz-Tour von Oerlinghausen nach Bad Lauterberg,
bin ich heute mit dem Liegetrike quer durch unser schönes Lipperland gefahren:

  • Entfernung: ca. 93 km
  • Streckenverlauf grob: Oerlinghausen – Schloß Holte-Stukenbrock – Augustdorf – Detmold – Horn-Bad Meinberg – Blomberg – Lemgo – Bad Salzuflen – Lage – Oerlinghausen
  • Streckenverlauf präzise: Oerlinghausen – Oerlinghausen-Südstadt – Stukenbrock – Augustdorf – Detmold-Pivitsheide V. L. – Detmold-Pivitsheide V. H. – Detmold-Heidenoldendorf – Detmold-Süd – Detmold-Spork-Eichholz – Detmold-Remighausen – Detmold-Schönemark – Bad Meinberg-Schmedissen – Bad Meinberg-Wilberg – Bad Meinberg – Bad Meinberg-Wehren – Blomberg-Reelkirchen – Blomberg-Herrentrup – Blomberg-Siebenhöfen – Blomberg – Blomberg-Istrup – Blomberg-Großenmarpe – Blomberg-Donop – Lemgo-Voßheide – Lemgo-Brake – Lemgo – Lemgo-Lieme – Bad Salzuflen-Grastrup-Hölsen – Bad Salzuflen-Holzhausen – Lage-Pottenhausen – Oerlinghausen-Helpup – Oerlinghausen
  • Datum: 14.06.2011
  • Zeitraum: 15:45 – 21:15 Uhr
  • Wetter: von sonnig bis stark bewölkt mit einzelnen Regentropfen
  • Temperatur: um die 20 Grad

Highlights:

  • Pappel-Pollen unweit des Wehrener Friedhofs und der B1. Das sah tatsächlich aus wie dichtes Schneetreiben und ich musste hinterher meine Brille putzen…
  • der linksseitige Fahrradweg direkt neben der B1 zwischen Bad Meinberg-Wehren und
    Blomberg-Reelkirchen – sehr breit, manchmal sehr kurvig, hervorragende Fahrbahndecke und immer leicht bergab, eine Rennstrecke par excellence!
  • die Voßheider Straße in Lemgo-Voßheide in Richtung Lemgo: zwar in einem Wohngebiet gelegen, geht es auf einer sehr guten Fahrbahndecke immer schön bergab!

Vor Bad Meinberg wurde ich erst von einem tauben Zweiradfahrer auf das Liegetrike angesprochen,
in Bad Meinberg dann von einem Jungen, einem älteren Ehepaar und einer Oma mit ihrem vielleicht elfjährigen Enkel. Der lief mir hinterher und fragte ganz brav, ob er mal fahren dürfe. Nach anfänglichen Zweifeln ob seiner geringen Größe habe ich den Knirps ein wenig fahren lassen und konnte so in Ruhe mein Eis essen. In Blomberg hat mich dann während einer Pause noch ein weiteres älteres Ehepaar angesprochen. Verschlossen und menschenscheu sollte man als Liegetrike-Fahrer wirklich nicht sein…

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Auf drei Rädern, Liegetrikes

 

2011 – Halbzeitstand

07 Jun

Allmählich neigt sich die erste Jahreshälfte ihrem Ende entgegen. Vom 15. bis zum 18. Juni geht die Sonne in Detmold am frühesten auf, nämlich um 5:01 Uhr. Vom 22. bis zum 28. Juni geht sie erst um 21:48 Uhr unter, danach wieder eher. Vom 18. bis zum 24. Juni ist die Sonne am längsten am Himmel zu sehen, danach wird es wieder weniger. Hier ist die Quelle dazu.

Ich bin heute, pünktlich zu meinem Sommerurlaub, zum 50. Mal in diesem Jahr mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, davon 47 Mal mit dem Liegedreirad. Insgesamt kam ich mit dem Liegedreirad auf 1735 km bei einer Fahrzeit von 98:41 h. Auf dem Zweirad waren es bescheidene 116 km. Highlight war die 19. KW, die ich durchfuhr und am Freitagabend, quasi als i-Tüpfelchen, noch den 2. Platz bei einem Walking-Wettbewerb holte.

Was war sonst noch?

Vor allem die Nuklearkatastrophe von Fukushima mit all ihren unabsehbaren und langwierigen Folgen und die Ermordung des wohl bekanntesten Terroristen der Welt, siehe hier, dürfte im kollektiven Gedächtnis der Menschheit bleiben. Aktuell ist die EHEC-Seuche in Deutschland ein großes Thema, wobei zu hoffen ist, dass dieses Thema nicht mehr weit in die zweite Jahreshälfte hineinreichen wird.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Neue Rennreifen für das Liegetrike

07 Jun

Letzten Samstag brachte ich das Liegetrike nach über 3.000 km Laufleistung etwas verspätet zur
2.000-km-Inspektion zu Fahrrad Marquardt in Bünde. Bei der Gelegenheit ließ ich auch die teilweise recht abgenudelten und löchrigen Big-Apple-Reifen gegen Durano-Rennreifen austauschen. Beide haben das Pannenschutz-Level 4, wobei der Big Apple den Kevlar®Guard- und der Durano den RaceGuard®-Pannenschutz hat. Eine Übersicht über die Pannenschutz-Levels von Schwalbe gibt es hier.

An die Big Apples gewöhnt, musste ich schon schlucken, als ich das Liegetrike zum ersten Mal mit diesen superdünnen Reifen sah und ich begann zu zweifeln, ob es die richtige Entscheidung war. Mein Eindruck nach einer ersten Fahrt war dann aber doch positiv. Dass dünnere Reifen mit einem Luftdruck von 7,5 bar härter sein würden als dickere mit 4,5 bar, war mir klar. Ich habe mir den Unterschied aber drastischer vorgestellt und war von daher positiv überrascht.

Gewöhnungsbedürftig sind die Reifen beim Rangieren. Wegen der Pedalhaken lasse ich die Füße dabei meistens oben. Bei den Big Apples hatte man da natürlich links und rechts mehr zwischen den Fingern.

Sehr positiv ist dafür der Umstand, dass durch die dünneren Reifen nun links und rechts auch mehr Platz vorhanden ist. So konnte ich die Lenkerstangen etwas weiter nach außen bringen und habe nun einen geringeren Wendekreis!

Beim Rollwiderstand hat sich mein Gefühl bestätigt, dass er mit den neuen Reifen geringer ist. Das Rad läuft insgesamt merklich leichter. Gerade berghoch macht sich das deutlich bemerkbar. Die heutige Zeitfahrt zu meiner Arbeit zeigt das noch klarer: meine bisherige Liegetrike-Bestzeit von 37:04 min (16,44 km) vom 1. April 2011 habe ich trotz eines um 0,37 km längeren Weges mit 35:29 min (16,81 km) um mehr als anderthalb Minuten getoppt! Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 28,44 km/h.

16.06.2011: Auf meiner Lippe-Tour 2011 war ich u.a. auch auf einem ziemlich miserablen Feldweg mit kleinen und mittelgroßen spitzen Steinen in großer Häufung unterwegs. Trotz mulmigen Gefühls haben die Reifen diesen vielleicht 500 m langen Abschnitt unbeschadet überstanden.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes