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Archiv für Oktober 2011


Der Herbst ist da!

14 Okt

Nach dem sehr schönen Altweibersommer in diesem Jahr, hat der Herbst nun endgültig Einzug gehalten in unseren Kreis Lippe.

War die Außentemperatur auf meiner gestrigen Liegetrike-Hinfahrt zur Arbeit noch annehmbar, lag sie heute zeitweise bei gerade mal einem kümmerlichen Grad. Entschädigt wurde ich dafür mit herrlichen Bildern der Landschaft, die stellenweise in Bodennebel getaucht war und dabei durch die aufgehende Morgensonne golden glänzte. Leider habe ich davon kein Foto machen können.

Trotzdem wird das Liegedreirad nach meiner 100. Fahrt zur Arbeit in diesem Jahr (momentan fehlen noch 6 Fahrten) eingemottet. Der bevorstehende Umzug ab Mitte November wird sicher auch sehr viel Kraft kosten.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes

 

Die menschliche Dummheit

06 Okt

Albert Einstein hat einmal gesagt: „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

Wenn ich über das eine oder andere Verhalten vieler Menschen so nachdenke, muss ich ihm leider Recht geben. Beispiele gefällig?

Kneipen und Diskotheken

Viele, vor allem jüngere Menschen, gehen am Wochenende in Kneipen und Diskotheken, um dort Spaß zu haben. Sie nehmen dafür z.B. in Kauf, dass ihr Gehör nachhaltig geschädigt wird oder dass sie verqualmte und sauerstoffarme Luft einatmen, die zu langsameren Denken und Lungenkrebs durch Passivrauchen führen kann. Sie trinken dort völlig überteuerte Getränke, die sie so auch für einen Bruchteil des Geldes im Supermarkt hätten kaufen können. Sie nehmen auch in Kauf, dass sie durch Alkoholkonsum die Kontrolle über sich verlieren könnten und das mit jedem Schluck Alkohol unwiderruflich Gehirnzellen absterben. Im schlimmsten Fall geraten sie an Drogendealer und werden nicht nur alkoholsüchtig und nikotinsüchtig sondern auch drogensüchtig. Unter Alkoholeinfluss fällt es Jugendlichen, die ohnehin leicht beeinflussbar sind, nämlich erst recht schwer, Gut und Böse voneinander zu unterscheiden. Das alles nehmen sie in Kauf, um Spaß zu haben. Spaß dürften aber vor allem die Diskotheken- und Kneipenbesitzer haben, wenn sie am Wochenbeginn ihre Einnahmen zählen.

Moderne Kommunikation

Viele, vor allem jüngere Menschen, verbringen oder besser vergeuden jeden Tag aufs Neue sehr viel Zeit mit dem Tippen von Textnachrichten, statt ihre so genannten Mitmenschen direkt zu treffen. Facebook z.B. macht es möglich, so genannte Freunde auf der ganzen Welt zu haben, auch wenn man diese nie treffen oder ihnen die Hand schütteln wird. Soziales Netzwerk nennt sich das und es führt dazu, dass viele Menschen erst recht vereinsamen, nämlich vor ihrem Bildschirm. So ein soziales Netzwerk wird niemals eine reale Umarmung oder einen Kuss ersetzen können. Auch auf Gestik, Mimik und die Stimme des Gegenübers muss man i.d.R. verzichten. Das wird alles aus reiner Trägheit oder weil es ja alle machen in Kauf genommen. Man sollte sich die Frage stellen, was am Ende überhaupt noch bleibt. Dass auf diese Weise auch noch eine gefährliche Abhängigkeit, z.B. vom Strom und natürlich auch zur technischen Infrastruktur entsteht, sehen viele nicht.

Technische Hilfsmittel

Immer häufiger wird dem modernen Menschen das Denken durch Maschinen abgenommen. Auf diese Weise verlernt er aber wichtige Dinge wie z.B. das Kartenlesen. Auch der Orientierungssinn leidet, wenn man nie selbst gefordert wird, weil man sich immer auf sein Navi verlässt. Ein anderes Beispiel ist das Telefon. Wer merkt sich denn heute noch Telefonnummern, wo sie doch jeder Idiot in das Telefonbuch seines Handys speichern kann? Gerade das Internet und dort speziell Suchdienste wie Google oder Enzyklopädien wie Wikipedia sorgen dafür, dass das menschliche Wissen immer mehr aus dem Gehirn ausgelagert wird. Der Mensch muss immer weniger selbst speichern und ist hochgradig abhängig von der Technik. Ich selbst finde diese Entwicklung sehr bedenklich um nicht zu sagen fatal. Eine Folge könnte sein, dass der Mensch den schnellen Zugriff auf sein eigenes Gedächtnis immer mehr verlernt.

Maßloser Medienkonsum

Ich sehe immer öfter junge Menschen, die ihr Gehirn auf Sparflamme laufen lassen, indem sie sich, z.B. auf dem Schulweg, permanent von ihrer Lieblingsmusik berieseln lassen. Konzentriertes Denken fällt bei lauter Musik nicht leicht, ist aber wohl auch gar nicht gewünscht. Bekommt man bei dem richtigen Radiosender wenigstens noch hin und wieder die Nachrichten und somit ein wenig aktuelles Zeitgeschehen mit, bringt einem der pure Musikgenuss gar nichts. Besonders grotesk ist der Umstand, dass viele die englischsprachigen Texte nicht einmal verstehen. Gerade das Gedächtnis junger Menschen ist noch so aufnahmefähig, dass mir die Tränen ins Gesicht schießen, wenn ich mitansehen oder mitanhören muss, womit es zugemüllt wird.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Gesellschaftskritik, Philosophie

 

Money, Money, Money

06 Okt

Früher gingen bekanntermaßen mehr Menschen in die Kirche als heute. Glaubte man früher, durch Liebe und Glauben an Gott, Erfüllung und Glück zu finden, so glauben viele Menschen nun, möglichst viel Geld scheffeln zu müssen, um glücklich zu sein. Statt in die Kirche treibt es heute viele in die Bank oder Sparkasse, den Kathedralen des Kapitalismus…

Nun, in unserer kapitalistisch geprägten Welt wird der Wert eines Menschen daran festgemacht, wieviel Geld er hat. Je mehr desto besser. Bettler, Penner und oft auch auf Hartz-IV-Empfänger sind uninteressant und nicht viel wert in unserer Gesellschaft. Ob diese Menschen im Leben einfach Pech hatten oder ob sie tatsächlich zu träge oder zu dumm sind, sei einmal dahingestellt. Darum soll es in diesem Artikel auch gar nicht gehen.

Vielmehr soll es um die Menschen gehen, die über Geld verfügen und die deshalb hochinteressant sind für unterschiedlichste Gruppen, die dieses Geld wollen. Man darf sich nichts vormachen: Als Mensch wird man nur solange begehrt oder höflich behandelt, wie man Geld hat. Ist man für solche Gruppen eigentlich noch ein Mensch oder ist man nichts weiter als eine beliebig austauschbare Einheit, die Geld produziert?

Im Grunde wollen alle Menschen, die etwas verkaufen oder Dienstleistungen erbringen, exakt dasselbe wie ein Taschendieb oder ein Einbrecher: Unser Geld. Wer bei diesem großen Spiel, nennen wir es ruhig Kapitalismus, mitmacht, wird ständigen Manipulationen, z.B. in Form von Werbung, ausgesetzt. Achtung: Hat man dieses perfide Spiel einmal durchschaut, kann zu nachhaltiger Verbitterung führen. Ein paar Beispiele:

Auf dem Arbeitsweg:

  • halbstündliche Radiowerbung auf WDR 2
  • Werbeplakate und Litfaßsäulen an den Straßen
  • Geschäfte mit Schaufenstern

In der Freizeit:

  • Internet-Werbung
  • Werbefernsehen
  • Videotext-Werbung
  • unseriöse Verkaufssender
  • Werbeanrufe
  • Werbeprospekte im Briefkasten

Das ist die unpersönliche Dauerberieselung, der ich mich, wie viele andere auch, jeden Tag aufs Neue ausgesetzt sehe. Persönliche Erfahrungen machen mich noch viel wütender:

Ein gutes Beispiel sind Bankkauffrauen. Wenn ich sehe, wie sie Kleinkindern zulächeln oder größeren Kindern billige Werbeartikel schenken oder sie über den grünen Klee loben, bekomme ich fast einen Brechreiz. Ich finde diese Heuchelei unerträglich. Solche karrierefixierten Frauen würden selten bis nie selbst Kinder in die Welt setzen und Werbeartikel für Kinder dienen auch nur dazu, einige Jahre später Neukunden zu gewinnen.

Besonders verwerflich ist das Spiel mit leicht beeinflussbaren Kindern und Jugendlichen, die im Idealfall auch noch Gruppenzwängen unterworfen sind. Diese Zielgruppe kann z.B. ab einem gewissen Alter tatsächlich rechtswirksame Handy-Verträge ohne Kostenkontrolle abschließen, die die Eltern im schlimmsten Fall in den Ruin treiben. Mobilfunkbetreibern, die nur am Profit orientiert sind, ist das freilich egal.

Aufgrund von Gruppenzwängen gehen Jugendliche auch oft in Diskotheken, wo sie Gefahr laufen, ihr Gehör zu ruinieren, wo sie verrauchte und sauerstoffarme Luft einatmen, die ihnen das Denken erschwert, wo sie mit Zigaretten, Alkohol und vielleicht sogar Drogen in Kontakt kommen und wo sie neben dem Eintritt auch völlig überteuerte Preise für Getränke bezahlen. Auch Diskothekenbetreibern ist das egal, solange die Kasse stimmt.

Man sollte, wenn man in Versuchung geführt wird, Geld für etwas auszugeben, sich selbst stets fragen:

  • Warum will ich das?
  • Was bringt es mir?
  • Werde ich es wirklich brauchen?

Viele Bedürfnisse werden erst künstlich von der Werbeindustrie geschaffen. Der Mensch lebt seit sehr vielen Generationen auf diesem Planeten. Ich glaube nicht, wenn ich nach draußen auf die Straße oder in eine Einkaufsmeile gehe, dass der Mensch heute glücklicher ist als früher. Oft habe ich den Eindruck, das Gegenteil ist der Fall. Brauche ich ein Navi? Ein Handy? Ein Auto, das für mich einparkt? Nein. Brauche ich so viel Geld, dass ich mir all das kaufen kann, von dem es heißt: Das brauchst Du zum Glücklichsein? Nein. Das habe ich in den 80er Jahren nicht gebraucht, das brauche ich auch heute nicht.

Das, worauf es im Leben wirklich ankommt, kann man mit Geld nicht kaufen: Echte Freundschaft und Liebe, z.B. durch die eigenen, glücklichen Kinder. Das wird vielleicht auch irgendwann die karrierefixierte Bankkauffrau, stellvertretend für alle Frauen, die in ihrer Verblendung auf Karriere und viel Geld aus sind, merken; – nur höchstwahrscheinlich zu spät, sodass sie im Alter im schlimmsten Fall total vereinsamen.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Gesellschaftskritik, Philosophie

 

Gefährliche Situationen im Straßenverkehr

05 Okt

Dieser Artikel beinhaltet wertvolle Erfahrungen über gefährliche Situationen im Straßenverkehr – speziell mit dem Liegetrike. Er hat daher einfach den Zweck zu sensibilisieren. Da Sie diese Zeilen gerade lesen, ist klar, dass ich sie allesamt überlebt habe. Dennoch können solche Situationen auch ganz anders ausgehen.

05.10.2011

Ich befuhr die Bielefelder Straße in Richtung Detmolder Zentrum. Auf der Straße stauten sich die PKW, an denen ich auf dem freien Fahrradstreifen in hoher Geschwindigkeit vorbeizog. An der Kreuzung Im Lindenort ließen die PKW-Fahrer eine Lücke, so dass Linksabbieger von der Hauptstraße in die Nebenstraße (und umgekehrt) abbiegen konnten.
Ein Linksabbieger, der aus der mir entgegengesetzten Richtung kam, wollte diese Lücke nutzen und abbiegen. Ich sah ihn wegen meiner niedrigen Sitzposition erst, als ich am letzten stehenden PKW vorbei war, er wird mich trotz Wimpel auch erst spät gesehen haben. Erst leitete ich ein Bremsmanöver ein, dann er. Es verlief glimpflich, da ich noch gut an ihm vorbei kam. Ob ich aber rechtzeitig hätte abbremsen können, wenn er durchgefahren wäre, weiß ich nicht.
Fazit: Ich hatte einen Schutzengel und ziehe meine Lehre daraus: Das nächste Mal fahre ich in einer solchen Situation angepasster und besonnener. Tun Sie es mir besser gleich.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Liegetrikes