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Warum Radfahren Sinn macht

09 Aug

Radfahren ist bekanntermaßen gesund – für Sie selbst, aber auch für andere sowie für Umwelt und Klima!
Ich möchte jetzt gar nicht im Detail wiedergeben, warum. Da gibt es Betreiber anderer Webseiten, die das schon zur Genüge tun. Schauen Sie sich z.B. mal diese Seite an: http://www.gesund-durch-radfahren.de/

Hier ein paar Gründe, warum ich mit dem Rad zur Arbeit fahre:

  • weniger Stress durch weniger rote Ampeln und keinerlei Staus
  • mehr Ruhe und mehr Gelassenheit aufgrund innerer Ausgeglichenheit
  • gesunder Ausgleich zu meiner bewegungsarmen Schreibtischarbeit
  • bessere Figur dank Muskelaufbau und Fettverlust
  • stagnierendes oder sogar fallendes Körpergewicht trotz üppigen Essens
  • Steigerung der Ausdauer und Kräftigung der Beinmuskulatur
  • Vorbeugung verschiedener Krankheiten
  • um auch im Alter vital und beweglich zu bleiben
  • für das gute Gefühl, einen persönlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten

Das sind die Hauptgründe. Natürlich gibt es aber noch andere Gründe: Ich spare zwar lediglich rund 10 € pro Woche, da wir mit Autogas fahren, aber es läppert sich trotzdem. Außerdem kommt man als Radfahrer hin und wieder auch mit anderen Menschen ins Gespräch und kann so seinen Bekannten- oder Freundeskreis erweitern. Im Auto hingegen ist man viel stärker isoliert. Nicht zuletzt sind es aber auch die anerkennenden und bewundernden Äußerungen weniger sportlicher Kolleginnen und Kollegen, über die ich mich freue.

Natürlich gibt es auch Nachteile: Ich muss eine zweite Garnitur Wäsche mitnehmen und mich nach den Fahrten frischmachen und umziehen. Regen wäre normalerweise ein weiterer Nachteil. Da ich mich jedoch so oder so umziehe, ist Regen eher eine angenehme Erfrischung, gerade im Sommer.

Wenn Fahradfahren so viele Vorteile hat, warum fahren dann immer noch so viele Menschen lieber mit dem Auto zur Arbeit? Vielleicht ist der Weg tatsächlich zu weit, vielleicht ist auch die Arbeit selbst schon körperlich anstrengend genug. In vielen Fällen dürfte es aber eher individuelle Schwäche bzw. der innere Schweinehund sein:

  • mangelnde Motivation, etwas am Lebensstil zu ändern
  • mangelnde Motivation zur Bewegung
  • mangelndes Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit
  • mangelnder Ehrgeiz
  • mangelnde Disziplin
  • mangelndes Umwelt- und Klimabewusstsein

Dabei könnte doch alles so schön sein:

  • deutlich geringeres PKW-Aufkommen im Berufsverkehr, dadurch z.B. gesündere Luft, weniger Lärm, weniger Staus, weniger Verkehrstote und schnelleres Vorankommen
  • weniger Kranke bzw. Krankmeldungen, dadurch z.B. deutliche Erhöhung der Behandlungsqualität in Arztpraxen oder des Bruttosozialprodukts
  • höhere Lebenserwartung und mehr Vitalität im Alter, dadurch deutlich höhere Lebensfreude
  • kein Kraftstoffverbrauch, dadurch mehr Geld für andere Dinge

Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was er macht. Vielleicht sollten wir aber schon jetzt und aus freien Stücken anfangen, etwas an unserem Lebensstil zu ändern, damit wir nicht erst durch höhere Umstände wie Klimawandel, Wirtschaftkrise oder zur Neige gehende Energieträger dazu gezwungen werden…

Lesen Sie auch meinen Artikel Tricks gegen den inneren Schweinehund.

 
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Veröffentlicht von Bernd Schwabedissen in Radfahren allgemein